20. April 2019 | 14:38
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VR-Aufnahmen: Technik und Trends

hololensWenn die Fotografie noch vor zwei Jahrzehnten eine Beschäftigung von einigen wenigen Enthusiasten war, geht diesem Hobby heutzutage jeder nach. Vor allem den Smartphones sei es zu verdanken, dass wir eine Kamera immer dabei haben, um möglichst jeden interessanten Moment in unserem Leben festhalten zu können. Selbst mit solchen kleinen Alleskönnern wie Smartphones wird die Bildqualität immer besser, so dass viele auf eine unhandliche Digitalkamera verzichten. Doch einfache, statische Fotos und Movies reichen vielen Anwendern heutzutage nicht mehr aus. Man will in die Aufnahmen möglichst viel Authentizität reinbringen lassen. Und was eignet sich nach dem heutigen Stand der Technik dafür mehr als Virtual Reality?

Spätestens seit Google Street View kennt jeder die 360-Grad-Rundherumaufnahmen, in denen man sich frei bewegen kann. Die Technologie gab es schon in den 1990ern, doch einen richtigen Hype erfährt sie erst jetzt. Mit einer sogenannten VR-Brille, in die man ein Smartphone reinlegt, setzt man noch einen drauf. Der Gyroskop-Sensor des Smartphones registriert die Bewegung des Kopfs und spielt vor unseren Augen die entsprechende Stelle einer Aufnahme ab. Die Wiedergabe folgt jeder Dreh- und Schwenkbewegung des Kopfs. Man hat das Gefühl, sich in einer virtuellen Welt zu bewegen.

Wie erstelle ich VR-Aufnahmen?

Es gibt mehrere Möglichkeiten, VR-Aufnahmen zu erstellen. Die einfachste, jedoch zeitintensivste Methode besteht darin, einzelne Bilder einer 360-Grad-Perspektive anzufertigen, um sie später am Rechner zusammenzufügen. Viel einfacher und schneller geht es mit Hilfe eines Smartphones in Verbindung mit einer speziellen App. Die Aufnahme wird durch Drehung um die eigene Achse quasi on the fly generiert. Beide Methoden haben jedoch den Nachteil, dass die Aufnahmen Artefakte enthalten können und die Auflösung relativ gering ist.

Für den professionellen Einsatz gibt es spezielle Kameras, die mit sphärischen Linsen oder in Kombination mit mehreren Kameras 360-Grad-Aufnahmen anfertigen können. Solche Aufnahmen werden von Youtube und Co. erkannt und können mit allen Features wiedergegeben werden. Das beste Erlebnisgefühl bieten gegenwärtig VR-Brillen. Die durch solche Brille abgespielten Filme vermitteln auch das Gefühl der räumlichen Tiefe durch aus zwei Winkeln gemachte Aufnahmen, die beim Betrachten überlagert werden. Die bisher professionellsten VR-Produktionen sind bisher in der Porno-Branche wie bei FilmsPornoVR zu finden, was ganz klar ist. Jede neue Technologie verbreitet sich erst mal durch Porno (so wie das Internet an sich), bevor es für andere Sachen bekannt und genutzt wird. Es sind aber bereits Spiele und Filme in Produktion, die bald an die Qualität der Erwachsenenfilme rankommen werden.

Fazit

Mit der klassischen Fotografie werden professionelle Fotografen noch lange Geld verdienen können. Aber die Trends sollte man früh genug erkennen, um später noch Anschluss finden zu können. Dass die 360-Grad-VR-Technologie in den professionellen Film- und Fotobereich Einzug finden wird, ist nur eine Frage der Zeit. Die Tendenz nach einem „Mittendrin-Erlebnis“ ist kennzeichnend für unsere Zeit.

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